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      Waiting for a change….

      Vor ein paar Wochen schauten wir begeistert verschiedene Fotos von sämtlichen Fotografen an. Immer wieder verglichen wir diese mit unseren Fotos. Je mehr wir uns durch die endlosen Weiten des Internets klickten, desto weniger gefielen uns, unsere eigenen Fotos. Immer wieder betrachteten wir unsere Website und bemerkten, wie scheiße wir alles finden. Wir hassten unsere Fotos, kritisierten das Website-Design und fanden unser gesamtes Konzept plötzlich nur noch lächerlich.

      Alles fing damit an, dass wir in letzter Zeit versucht haben, einen Stil zu erreichen, welcher nicht unser eigener ist. Immer wieder bearbeiteten wir unsere Fotos so, wie wir es wo anders gesehen haben. Wir versuchten eine Mischung aus all dem zu sein, was uns gefiel. Selbst unser Logo wollten wir nicht mehr beibehalten, da es ja nicht zur Hochzeitsfotografie passen würde und es momentan doch viel cooler ist, irgendwas mit Bäumen und Bergen und Handschrift zu haben. So verbrachten wir viele Nächte und Tage mit dem Gedanken, dass wir uns dringend anpassen müssen. Wir ließen uns inspirieren und verloren dabei uns selbst.

      …to set us free

      Letzte Woche sprachen wir dann endlich das aus, was in den letzten Wochen mit uns passiert war. „Wir sind nicht mehr wir.“ Uns fiel auf, wie angespannt wir bei unseren letzten Shootings waren. Bei unserem Braut-Shooting im Harz redeten wir kein Wort beim Fotografieren. Wir standen dermaßen unter Druck, dass wir kaum mehr Luft bekamen. Wir krallten uns hinter unsere Kameras und zerquetschten sie dabei fast. Bei jedem Shooting gingen wir auf Nummer Sicher, um nicht zu versagen. Der Druck stieg von Shooting zu Shooting und unsere Lockerheit ging komplett flöten. Wir waren dermaßen kritisch und angespannt, dass wir uns dabei fast selbst zerstörten. Wir wollten so sein wie Andere, da sie bereits erfolgreich sind. Wir orientierten uns komplett an fremden Marketingstrategien und Konzepten und verloren dabei unser ganzes Wesen.

      Wir befreiten uns selbst, indem wir einfach mal aussprachen, was WIR denken und nicht, was andere Fotografen, Kunden oder sonst wer denken würde und das tat gut – verdammt gut. Seit letzter Woche fühlen wir uns dermaßen befreit und sprudeln nur so vor Ideen. Wir werden Strecken veröffentlichen, die wir uns nicht getraut haben zu veröffentlichen, da sie nicht die breite Masse ansprechen. Unsere Website bekommt einen komplett neuen Anstrich und bereits existierende Strecken wollen wir überarbeiten. Unser Logo bleibt und das nicht nur, weil wir es bereits als Tattoo auf dem Arm tragen. 😀 Es bleibt, weil wir es nunmal geil finden. Wir planen ein scheiß-geiles Projekt im Ausland und werden das sowas von durchziehen, egal ob manche Menschen uns dann belächeln oder für verrückt halten. Es wird sich einiges ändern und wir feiern diese Tatsache ziemlich.

      Wir werden uns weiterhin von anderen Fotografen inspirieren lassen und ab und zu mal einen Blick nach rechts und links werfen. Reflektion ist wichtig und das nicht nur unser Geschäft betreffend. Eine gute Sache, die wir im Studium gelernt haben. 😉 Vielleicht werden wir auch immer mal wieder neidisch auf andere Fotos schauen aber niemals wollen wir wieder uns selbst verlieren.

      English
      Waiting for a change
      A few weeks ago we thrillingly looked at photographs of numerous photographers. And we often found ourselves comparing us to them. The more and more we lost ourselves in the abyss called the internet the more and more we started to dislike our own work. Again and again we looked at our website and just thought it was shit. We hated our photos, criticized the web design and just thought our whole concept was ridiculous.
      It all started with us trying to accomplish a style that just isn’t our own. We were editing our photos just the way we saw someone else do it. We were trying to be a mixture of everything we liked. We even hated our logo because we thought it didn’t fit wedding photography and anyway it’s a lot cooler to have something with flowers and mountains and hand lettering. So day and night we thought we should adapt ourselves. We were trying to get inspired but lost ourselves in the process.

      To set us free
      Last week we finally spoke about what was happening to us the last couple of weeks “We’re not us anymore” We noticed how tense we were during our last photo shoots. At our last bridal shoot we didn’t even say a word. We were under so much pressure that we couldn’t breathe. We clawed onto our cameras and almost crushed them. At shootings we were always playing the safe bet so we didn’t fail. The pressure was rising from photo shoot to photo shoot and our looseness was completely lost. We were so critical and tense that we almost destroyed ourselves. We wanted to be like others because they were already successful. We modeled ourselves after other peoples marketing strategies and concepts and lost our whole being.
      We freed ourselves by talking about what WE think and not what other photographers, customers or whoever thought and that felt really good. Since last week we feel so free and are bursting with ideas. We are going to publish galleries we were scared to publish because they don’t fit into the mass-market. Our website is going to get a new look and we are going to reedit already existing galleries. Our logo is here to stay not only because we have it tattooed on our arm no because we think it’s awesome. We’re planning an effing great project abroad and are going to push through even if people laugh at us or think we’re crazy. A lot is going to change and we are loving it.
      We will still let us be inspired by other photographers and take a cheeky look left and right. A little reflection is important in our business (something we learned at uni?) Maybe we’ll even look at other photographs and feel envious but we don’t ever want to lose ourselves again.

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